Sorgenkind Orgel

Wer in unserer Maria-Magdalenen-Kirche seinen Kopf zur Westempore hinauf wendet, bestaunt die barocke Pracht des Orgelprospekts. In exakten Buchstaben und Ziffern ist hier alles dokumentiert: Die Schauseite wurde 1625 aufgesetzt. Wir verdanken sie Hinnerk Krögern aus Hamburg - und damals zahlreichen Lauenburger Spendern.


Zwei weitere Jahreszahlen fallen auf: 1797 und 1904 - mit dem Zusatz „Erneuert“. Der Zahn der Zeit nagt an jedem Instrument - und der Verschleiß, da es sich um etliche bewegliche Teile handelt. Das vierte Jahr ist 1961. Damals hat die Lübecker Orgelwerkstatt Kemper, von der übrigens auch die Orgel in der St.-Marien-Kirche zu Lübeck stammt, letztmalig Hand an unsere Orgel gelegt - und moderne Materialien verbaut, die nicht so langlebig sind wie die früherer Jahrhunderte. Mehrere Kirchengemeinden haben ihre Kemper-Orgeln bereits abgebrochen und durch neue ersetzt.


Zu diesem Ergebnis kommt auch der Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen - inzwischen im Ruhestand - in seinem Gutachten vor einigen Jahren. Damals schätzte er eine Neuanschaffung in passender Größe auf rund 300.000 Euro, andere Hochrechnungen gehen bis zu 500.000 Euro. Doch unsere Gemeinde schreckt vor so einem radikalen Schritt zurück. So wurde die Firma Beckerath im August 2013 mit Reparaturarbeiten und einer Nachintonation beauftragt. Diese Maßnahme hat rund 12.000 Euro gekostet.


Der Kirchengemeinderat traf sich am 21. März 2017 neben dem Instrument. Organistin Katja Bauke berichtete, in der Orgelrücklage befinde sich noch ein mittlerer fünfstelliger Betrag. Dieses Geld stammt aus Benefiz-Konzerten mit Ludwig Güttler und aus einer Erbschaft. Damit soll in 2017 eine komplette Überholung der bestehenden Orgel bezahlt werden.


Jetzt soll das Beste aus dem vorhandenen Instrument gemacht und es für die nächsten 50 Jahre fit werden. Staubablagerungen, vor allem von Renovierungsarbeiten in der Kirche in 2002, müssen beseitigt werden, jede der rund 2.000 Pfeifen dazu entnommen und gesäubert werden. Allein mit der Reinigung, die turnusmäßig alle 20 bis 25 Jahre erforderlich ist, lässt sich schon ein strahlender, glänzender Klang erreichen.


Wo liegen nun die Mängel? Einige Pfeifen sind nicht spielbar, bleiben schlicht stumm. Einmal kam es sogar zu einem „Tastenhänger“, der Ton ging nicht wieder aus. Der Schweller des dritten der drei Manuale ist schwergängig, Etwa jedes vierte Register ist nicht nutzbar, weitere nicht gut intoniert, wie Klangproben von „Posaune“ oder „Oboe“ hören lassen. Ideal wäre, einige neue Register einzubauen, um z. B. französische Stücke spielen zu können.


Pastor Billet, der einige Sequenzen vorspielte, fiel bei seinen ersten Versuchen an der Orgel vor einem Jahr auf, dass an diesem Instrument untypisch das Hauptmanual nicht mit dem Pedal gekoppelt ist. Dies bestätigte ihm auch der Kirchenmusikdirektor einer benachbarten Landeskirche, der hier zu Gast war. Er teilt die Ansicht, unser Instrument sei zwar nichts Besonderes, aber solide gebaut. Man solle aber mehr Klangvolumen schaffen, um auch anspruchsvolle Stücke, z. B. die Toccata von J. S. Bach, spielen zu können. Die Pedal-Koppelung ist eine Voraussetzung für mehr Volumen.


Der Kirchengemeinderat ist sich einig, jetzt drei Angebote von Orgelfachbetrieben einzuholen. Auch über eine jährliche Stimmung der dann runderneuerten Orgel, die in den letzten Jahren vernachlässigt wurde, wird nachgedacht.

Orgel mit Hans-Jürgen Rumpf, Vorsitzender Kirchenförderverein

Ihr Einsatz

In den zurück liegenden Jahren wurde bereits vereinzelt Geld gespendet, so hat der Vereinsvorsitzende (Foto oben) den Erlös aus dem Verkauf von Wein bei Konzerten über Jahre für diesen Zweck hinterlegt.


Aber es besteht weiterer Bedarf. Unsere tüchtige Organistin Katja Bauke kennt zwar alle Tricks und Kniffe, wie sich die schadhaften Stellen der Orgel umspielen lassen - übrigens auch unser Pastor Ulrich Billet, selbst ausgebildeter Kirchenmusiker.


Helfen bitte auch Sie mit einem namhaften Betrag mit, unser Kircheninstrument wirklich gut klingen zu lassen - und der Gemeinde und den Besuchern über die kommenden Jahrzehnte einen Musikgenuss zu ermöglichen. Mit Ihrem finanziellen Engagement ist mehr als die „Pflicht“, also Reinigung und Reparatur, möglich. Die „Kür“, gemeint ist der Einbau einer Pedal-Koppelung und zusätzlicher Register, würde unsere Kirchenorgel für Konzerte in unserer Region aufwerten.

Spenden Orgelprospekt, oberer Teil Mitglied werden Beitritt zum Kirchenförderverein Lauenburg

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Aufruf

Foto: Gregor Bator

Freunde und Förderer der evangelisch-lutherischen Kirche in Lauenburg/Elbe e.V.

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